
Das Bewohnerparken in Dortmund soll neu geordnet und schrittweise ausgebaut werden: Bis 2032 sollen zahlreiche neue Anwohnerparkzonen entstehen. Ziel ist es, den Parkdruck in den Quartieren der Innenstadt zu verringern. Im stark belasteten Kreuzviertel ist eine Umsetzung allerdings erst für 2028 vorgesehen. Der Plan der Verwaltung muss noch vom Rat beschlossen werden.
Neue Parkzonen geplant – Das Konzept zieht sich bis 2032
Das Parken soll in der Dortmunder City in neue Bahnen gelenkt werden. Die Stadt plant, pro Jahr zwei neue Bewohnerparkzonen einzurichten – allerdings nach einer angepassten Reihenfolge. Der Vorschlag der Verwaltung muss noch vom Rat beschlossen werden, eine Entscheidung ist für den 28. Mai vorgesehen.

Den Auftakt der neuen Planung soll 2026 die Weingartenstraße in Hörde machen. Für 2027 sind die Westerbleichstraße in der Nordstadt sowie das Gebiet Hafen-Ost vorgesehen. Im Jahr 2028 könnten dann unter anderem das Kreuzviertel sowie Bereiche rund um die Chemnitzer Straße folgen.
In den darauffolgenden Jahren plant die Verwaltung eine schrittweise Umsetzung weiterer Zonen: 2029 unter anderem an der Münsterstraße und der Markgrafenstraße, 2030 im Unionviertel sowie an der Ritterstraße, 2031 im Kaiserstraßenviertel und an der Düsseldorfer Straße.
Den Abschluss der aktuellen Planung bildet ab 2032 das Klinikviertel, wo bestehende Regelungen überarbeitet und erweitert werden sollen.
Szuggat: Chancen auf Parkplätze für Anwohner:innen sollen erhöht werden
Diese Planung geht auf einen Ratsbeschluss von 2017 zurück, der die Einführung von Bewohnerparkzonen in 21 Quartieren rund um die Innenstadt vorsah. Seitdem wurden bereits mehrere Zonen umgesetzt.

Nun will die Verwaltung die Prioritäten neu justieren, unter anderem wegen veränderter Mobilitätsgewohnheiten, neuer städtebaulicher Entwicklungen und zusätzlicher Anforderungen etwa beim Brandschutz.
„Wir wollen die Chancen der Anwohner in der Innenstadt erhöhen, einen Parkplatz zu bekommen“, erklärte Stefan Szuggat, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen. Bewohnerparkzonen seien dabei ein zentrales Instrument: Fahrzeuge mit entsprechender Berechtigung hätten Vorrang, gleichzeitig würden Parksuchverkehre reduziert.
Trotz großem Druck – Die Umsetzung im Kreuzviertel braucht Zeit
Dass das Kreuzviertel trotz hohen Parkdrucks erst ab 2028 berücksichtigt wird, begründet die Verwaltung mit dem aufwändigen Verfahren. „Das ist kein einfacher Verwaltungsakt, eine Parkzone zu erweitern“, so Szuggat.

Zunächst müsse ein Konzept erarbeitet werden, das auch die Interessen vor Ort berücksichtigt. „Das notwendige Konzept wird mit Beteiligung der Anwohnerschaft gewichtet“, erklärte Szuggat.
Dabei gehe es etwa um Fragen wie Anlieferzonen oder die konkrete Ausgestaltung der Flächen. Dieser Prozess laufe im Kreuzviertel derzeit noch. Erst danach sei die endgültige Konzeptfindung möglich.
Heimspiele des BVB stellen die Parksituation in der Innenstadt vor Herrausforderungen
Zusätzlichen Druck auf die Parksituation im Kreuzviertel erzeugen regelmäßige Heimspiele von Borussia Dortmund. Viele Fans weichen auf angrenzende Wohngebiete aus – nicht immer regelkonform. Für Anwohner:innen bedeutet das häufig eine verschärfte Parkplatzsuche.

Die Stadt will daher weiterhin konsequent kontrollieren. „Wir haben festes Personal dafür“, erklärte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine Ausweitung der Kontrollen auch zusätzliche Ressourcen erfordert, über die der Rat entscheiden muss.
Wie groß das Problem ist, zeigen aktuelle Zahlen: Beim Heimspiel gegen den Hamburger SV sprach die Stadt allein im Kreuz- und Klinikviertel 549 Verwarnungen wegen Falschparkens aus. Zudem wurden 82 Fahrzeuge abgeschleppt – einige davon blockierten Rettungswege und behinderten Einsatzkräfte.
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