
Eine fotografische Reise entlang der Havel steht am 23. Februar 2026 im Evinger Schloss auf dem Programm. Der Evinger Geschichtsverein hat dafür Karl-Heinz Czierpka eingeladen, der in einem Vortrag ausgewählte Fotografien mit literarischen Bezügen zu Theodor Fontane verbindet. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.
Zwischen Eving und Potsdam: Zwei Schlösser, ein Abend
Auf den ersten Blick liegen das Evinger Schloss am Nollendorfplatz und das Schloss Babelsberg in Potsdam weit auseinander. Doch ein besonderer Abend verbindet die beiden Schlösser: der Vortrag von Karl-Heinz Czierpka, vielen bekannt als „Käpt’n Kalle im Evinger Schloss“, erklärt Wolfgang Skorvanek, Vorsitzender des Evinger Geschichtsvereins.

Während seiner zahlreichen Fahrten mit der Tremonia hat Czierpka tausende Aufnahmen gesammelt, beeindruckende Bilder einer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft.
Eine Auswahl seiner schönsten Fotografien des Havellands präsentiert und kommentiert er am 23. Februar 2026, um 18 Uhr im Evinger Schloss (ehemaliges Wohlfahrtsgebäude), Nollendorfplatz 2.
Mit Theodor Fontane an Bord
Es bleibt aber nicht nur bei idyllischen Wasserbildern. Damit aus der Reise keine bloße „Wassergeschichte“ wird, geht ein prominenter Passagier mit an Bord: Theodor Fontane.
Der aus Neuruppin stammende Apotheker bereiste die Havel selbst per Boot und verewigte das Havelland in zahlreichen Texten. „Der besondere Charme solcher Reiseberichte entsteht, wenn man einen Ort besucht und die Beschreibung schon fast 200 Jahre alt ist“, erklärt Karl-Heinz Czierpka.
Fontane ist bis heute ein Reisebegleiter durch Brandenburg bis hinein in die Hauptstadt. Seine Texte verleihen der fotografischen Reise eine zusätzliche literarische Perspektive.
Spurensuche entlang der Havel
Auf nahezu jedem Meter entlang der Havel finden sich Spuren deutscher Geschichte. Fontane brachte seine Eindrücke poetisch auf den Punkt: „Was stille Havel, sahst all Du gesch´n?“

Die Fahrt ist zugleich eine Reise durch die Zeit der Könige und Kaiser. Potsdam liegt ebenso auf dem Weg wie die Schlösser Sanssouci und Babelsberg, der Cecilienhof, in dem die Nachkriegsordnung Deutschlands verhandelt wurde, sowie die Glienicker Brücke, einst Ort spektakulärer Agentenaustausche und heute Teil der B1.
Es gibt viel zu entdecken. Fontane verrät dabei sogar, welche Kneipe die größten Semmeln zum Frühstück serviert – und auch der Humor kommt an diesem Abend nicht zu kurz.

