
Der Welt-Diabetestag (14. November) wurde ins Leben gerufen, um den Kampf gegen Diabetes weltweit zu koordinieren. Auch in Dortmund leben rund 59.900 Betroffene. Die AOK bietet ihnen und ihren Angehörigen den Online-Coach Diabetes – mit praktischen Tipps zur Umstellung des Lebensstils und Hilfe für einen positiven Umgang mit der chronischen Erkrankung.
Digitale Unterstützung für Betroffene und Angehörige
Diabetes bleibt oft lange unerkannt und kann gefährliche Begleit- und Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich langsam, seine Symptome sind eher unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Oft wird Diabetes Typ 2 erst bei Routineuntersuchungen festgestellt.
Um die Menschen in Dortmund mit Diabetes Typ 2 im Alltag zu unterstützen und Folgeerkrankungen vorzubeugen gibt es den AOK Online-Coach Diabetes. Das Hilfsangebot steht Betroffenen, Angehörige und Interessierte rund um die Uhr kostenfrei zur Verfügung.
„Mit dem AOK Online-Coach Diabetes möchten wir die Menschen in Dortmund unterstützen, die Erkrankung besser zu verstehen und sie zu einem gesunden Lebensstil motivieren“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Lebensstil als entscheidender Faktor
Diabetes Typ 2 ist in der Regel eine durch einen ungesunden Lebensstil erworbene Erkrankung. Zu den Ursachen zählen nicht nur das Alter und erbliche Veranlagung, sondern auch Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress oder ungesunde Ernährung.

Am Alter oder an der genetischen Veranlagung lässt sich nichts ändern – an Bewegung und Ernährung schon. Hier setzt der Online-Coach an: Er zeigt Wege auf, wie sich Betroffene Schritt für Schritt gesünder ernähren und mehr Bewegung in den Alltag integrieren können.
Fachleute schätzen, dass sich durch gezielte Lebensstiländerungen mehr als die Hälfte aller Typ-2-Diabetes-Erkrankungen vermeiden ließe.
Praxisnahe Tipps für den Alltag
An der Entwicklung des Online-Coach war ein Expertenteam aus den Bereichen der Diabetologie, Psychologie sowie Ernährungs- und Sportwissenschaften beteiligt. Neben verständlichen Informationen, wie die Krankheit entsteht und was genau im Körper passiert, enthält der Coach zahlreiche Videos und Animationen.
Szenen aus dem Alltag vermitteln praktische Tipps, wie Patientinnen und Patienten ihre Ernährung umstellen oder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren können.
Darüber hinaus bietet das digitale Angebot verständliche Informationen zur Behandlung von Diabetes und zu den Vorteilen der Disease-Management-Programme (DMP) der gesetzlichen Krankenkassen. „Unser Online-Coach ist eine ideale Ergänzung zu unserem strukturierten Behandlungsprogramm AOK-Curaplan Diabetes Typ 2“, so Kock.


Reaktionen
Öffentliche Vortragsreihe am Klinikum Dortmund MediTALK zu „Diabetes mellitus im Alter“ (PM)
Diabetes mellitus Typ 2 ist in Deutschland weit verbreitet. Besonders im Alter steigt die Zahl der Betroffenen deutlich an: Über 30 Prozent der Menschen zwischen 75 und 90 Jahren bekommen die Diagnose gestellt.
Die Erkrankung kann zahlreiche Folgeprobleme verursachen, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Schlaganfälle bis hin zu Polyneuropathie oder dem diabetischen Fußsyndrom. Ältere Patientinnen und Patienten haben zudem ein erhöhtes Risiko für Stürze, Demenz, Mangelernährung oder chronische Schmerzen.
Beim kommenden mediTALK des Klinikums Dortmund erklären Prof. Dr. Thomas Reinbold, Klinikdirektor der Geriatrie, und die leitende Oberärztin und Diabetologin Dr. Kirstin Kimm wie Diabetes im Alter entsteht. Außerdem beleuchten sie, welche Risiken bestehen und welche modernen Behandlungsoptionen verfügbar sind.
Dr. Kimm spricht in ihrem Vortrag unter anderem über neue Medikamente, aber auch über nicht-medikamentöse Therapien und die Behandlung mit Insulin. Außerdem stellt die Ärztin für Innere Medizin und Geriatrie neue technische Hilfsmittel wie kontinuierliche Glukosemessung (CGM) oder digitale Therapiesysteme (DiGas) vor. Ein kurzer Exkurs widmet sich zudem der Unterzuckerung als gefürchteter Komplikation.
Austausch mit den Expertinnen und Experten
Nach dem Vortrag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Vor Ort sind auch ein Ernährungsteam und eine Diabetesberaterin. Es gibt zudem die Möglichkeit, kostenlos den eigenen Blutzucker messen zu lassen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstaltungsinformation
Vortrag: „Diabetes mellitus im Alter“
Referenten: Prof. Dr. Thomas Reinbold, Dr. Kirstin Kimm
Zeit: Mittwoch, 11. Februar 2026, 18 Uhr
Ort: Klinikum Dortmund, Magistrale, Beurhausstraße 40, 44137 Dortmund
MediTALK im Klinikum Dortmund zu „Diabetes mellitus im Alter“: Diabetes im Alter – Herausforderungen, Risiken, Therapie (PM)
Diabetes mellitus ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Alter – entsprechend groß war das Interesse an der mediTALK-Veranstaltung des Klinikums Dortmund zum Thema „Diabetes mellitus im Alter“ am Mittwoch (11.2.). Prof. Dr. Thomas Reinbold, Direktor der Klinik für Geriatrie, und die Leitende Oberärztin und Diabetologin Dr. Kirstin Kimm zeigten, warum die Erkrankung gerade im höheren Lebensalter eine besondere Herausforderung darstellt.
In Deutschland leben rund zehn Prozent der Menschen mit Diabetes. „Bei den über 70-Jährigen liegt der Anteil bei mehr als 30 Prozent“, erklärte Prof. Reinbold. Mit zunehmendem Alter steigen nicht nur die Fallzahlen, sondern auch die Anforderungen an eine sichere, individuell angepasste Therapie.
„Ein erhöhter Zuckerspiegel entwickelt sich häufig schleichend“, so Dr. Kimm. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit und Gangstörungen können Anzeichen sein – Symptome, die im Alter nicht immer sofort mit Diabetes in Verbindung gebracht werden.
Ist die Insulinwirkung gestört, wird der Zucker nicht ausreichend verwertet – mit Folgen für die Wundheilung, Immunabwehr, Blutgefäße und Nerven. Das Schlaganfallrisiko steigt, Veränderungen der Netzhaut können auftreten. Folgeerkrankungen wie Polyneuropathie oder das sogenannte diabetische Fußsyndrom spielen insbesondere im höheren Lebensalter eine wichtige Rolle.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf den Behandlungsansätzen. Die Diabetologin erläuterte, welche Blutzuckerwerte eine Therapie erforderlich machen und welche Medikamente und nicht-medikamentöse Möglichkeiten zur Verfügung stehen – darunter auch technische Hilfsmittel wie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM).
„Ziel ist immer der Erhalt der Lebensqualität und das Vermeiden von Komplikationen.“ Nicht immer müsse ein streng normnaher Blutzuckerwert angestrebt werden. Gerade bei hochbetagten Menschen könne ein etwas höherer Wert sinnvoll sein, um Nebenwirkungen und Komplikationen zu vermeiden.
Neben einer zuckerarmen Ernährung ist Bewegung für Dr. Kimm ein „natürliches Antidiabetikum“.
Schon moderate Aktivität kann den Blutzucker deutlich positiv beeinflussen. Von strengen Diätvorschriften dagegen rät die Expertin insbesondere bei älteren Betroffenen ab. Ausführlich ging die Expertin auch auf das Thema Unterzuckerung ein. Ein starkes Absinken des Blutzuckerspiegels kann zu Benommenheit, Stürzen und im Extremfall zur Bewusstlosigkeit führen. In solchen Situationen muss schnell Glukose zugeführt werden – etwa in Form von Traubenzucker oder Fruchtsaft.
Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele Gäste die Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zu einer kostenlosen Blutzuckermessung. Interessierte können mediTALK nachträglich auf YouTube oder Spotify verfolgen.