Zusammenleben, bezahlbares Wohnen, mehr Bildung und eine autofreie Innenstadt

Grüne und SPD setzen ihre Koalition in Innenstadt-West fort

Zusammenarbeit besiegelt: Sandra Mertmann (Sprecherin Grüne I-West), Vincent Misz (Stv. Vorsitzender SPD I-West), Dirk Fuß (Fraktionssprecher Grüne I-West), Petra Paplewsky (Fraktionsvorsitzende SPD), Harald Grocholl (Sprecher Grüne I-West).

Grüne und SPD wollen ihre Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung Innenstadt-West fortsetzen. Gemeinsam haben sie Leitlinien beschlossen, um den Bezirk weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Bildung, neuer Wohnraum und der Schutz von Klima und Umwelt. Langfristig soll die Innenstadt autofrei werden.

Grün-Rote Koalition steht

Die Zusammenarbeit zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der SPD in der Bezirksvertretung Innenstadt-West wird in den kommenden fünf Jahren fortgesetzt. Beide Fraktionen wollen sich bei zentralen Themen eng abstimmen und auf Basis gemeinsamer Koalitionssitzungen Anträge einbringen. Im Dortmunder Rathaus stellten sie ihre neue Koalitionsvereinbarung vor und unterzeichneten sie.

„Unser Anspruch ist es, das Zusammenleben im Stadtbezirk für alle zu verbessern – sozial gerecht, klimafreundlich und zukunftsorientiert“, sagten Sandra Mertmann und Harald Grocholl, die Sprecher:innen der Grünen im Stadtbezirk.

„Wir haben eine starke Basis für eine verlässliche und soziale Politik geschaffen. Unser Bezirk soll für Familien, Seniorinnen und Senioren, Jugendliche und Menschen in schwierigen Lebenslagen ein guter Ort zum Leben sein“, ergänzte Vincent Misz, stellvertretender Vorsitzender der SPD in der Innenstadt-West.

Koalition will Bildungsangebote ausbauen

Im Mittelpunkt der Koalition stehen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. In der Innenstadt soll ein neuer Jugendtreff entstehen. Außerdem wollen die Partner Vereine, Nachbarschaftszentren sowie Senioren- und Familienbüros stärker unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bildung. Die Koalition plant, Demokratiefestivals und Projekte gegen Rechtsextremismus auszubauen. Zudem sollen Schulen und Kitas erweitert und neue Bildungsprogramme gestartet werden. „Wir wollen eine neue Grundschule im Unionviertel, mehr Kitaplätze, sichere Spielplätze und inklusive Spielangebote“, erklärte Misz.

Bezahlbares Wohnen und autofreie Innenstadt

Bezahlbarer Wohnraum bleibt eines der dringendsten Ziele. Dafür soll das HSP-Gelände weiterentwickelt werden. Geplant sind dort neue Wohnungen, Grünflächen und moderne Infrastruktur. Auch in Dorstfeld will die Koalition das Westbad-Areal zu einem sozialen Bildungs- und Wohnstandort ausbauen.

Hohe Priorität hat auch der Klima- und Umweltschutz. Mit zusätzlichen Bäumen, Pocket-Parks, Tiny Forests und Urban-Gardening-Projekten sollen die Quartiere klimaresilienter werden. Dabei legt die Koalition besonderen Wert auf den Erhalt der Biodiversität.

Grüne und SPD wollen den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und die Barrierefreiheit im Stadtbezirk verbessern. Auch der Radverkehr soll gestärkt werden. Langfristig strebt die Koalition eine autofreie Innenstadt an.

„Wir wollen den Stadtbezirk nachhaltig weiterentwickeln – mit echter Bürgerbeteiligung, lebendigen Quartieren und einem starken sozialen Fokus“, sagte Dirk Fuß, Fraktionssprecher der Grünen. „Unsere Ziele sind realistisch, nah an den Bedürfnissen der Menschen und zugleich mutig. Wir gestalten ein lebenswertes, solidarisches und klimafreundliches Dortmund-Innenstadt-West“, betonte Petra Paplewsky, Fraktionsvorsitzende der SPD.


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Reaktionen

  1. Haha, die Koalition will apparently eine neue Grundschule im Unionviertel – Toll! Vielleicht stellen sich die Kinder dann die Frage, warum sie lernen, während die Bäume wachsen? Sichere Spielplätze und inklusive Angebote, ja ja, aber wer spielt denn da, wenn alle auf Bezahlbares Wohnen und autofreie Innenstädte schauen? Klimaresilienter werden mit Pocket-Parks – das wird ja richtig grün! Nur halt nicht, wenn man dafür dann doch noch ein paar Autos reinbauen muss. Echte Bürgerbeteiligung, lebendige Quartiere – na, dann mal los, Leute! Quatsch sein!

  2. Udo Stailer

    Hauptproblem in Dortmund ist die Armut und die damit verbundenen sozialen Probleme. Was ist konkret geplant, um die Arbeitslosigkeit und damit die Armut zu reduzieren? Zu diesem wichtigen Thema lese ich hier leider nichts.

  3. Sabine

    Rot und Grün halten Wort: das ist die Politik, die vor der Wahl versprochen wurde. Da könnte Merz sich eine Scheibe abschneiden.

    Allerdings ist nicht im Ansatz erkennbar, dass sich Rot und Grün in irgendeiner Weise von dem denkzettelartigen Wahlergebnis beeindrucken lassen.

    Vermutlich denkt man: unsere Politik ist richtig, sie muss dem Bürger nur besser vermittelt werden.

  4. Harald Grocholl

    @Udo Stailer:
    Der Artikel bildet nur einen Teil dessen ab, was die Grünen in Dortmund sich als Ziel setzen.
    Im Wahlprogramm zur Kommunalwahl haben wir umfangreiche Pläne sowohl zur Stärkung der Wirtschaft, als auch für ein soziales Dortmund beschlossen. Einige Punkte:

    – Kommunale Arbeitsmarktstrategie 2030 verfolgen und ausbauen (unter 8 % Arbeitslosigkeit)
    – Jugend in Ausbildung bringen, z. B. bei der Stadt und im Handwerk
    – Intensive Unterstützung für Langzeitarbeitslose (Weiterbildung & Wiedereingliederung)
    – Qualifizierung und Weiterbildung ausbauen
    – Kinderarmut entgegenwirken, z. B. durch Ausbau Betreuungsangebote
    – Deutschlandticket Sozial für 29 €

    Zum Nachlesen – es findet sich hier:
    https://www.gruene-dortmund.de/assets/ov-aplerbeck/assets/downloads/250609_KW2025_KV_DO_Wahlprogramm_digital_1.pdf

  5. Udo Stailer

    Hallo Herr Grocholl,

    danke für Ihre Reaktion!

    In Ihrem Wahlprogramm schreiben Sie u.a.: „keine neuen Gewerbegebiete auf wertvollen Freiflächen ausweisen, sondern gezielt Industriebrachen und ungenutzte Flächen revitalisieren, um die ökologische Qualität zu erhalten und den Flächenverbrauch zu reduzieren.“

    Laut Artikel sollen prominente Brachflächen gerade nicht für neue Unternehmen oder die Erweiterung bestehender Unternehmen genutzt werden: „Bezahlbarer Wohnraum bleibt eines der dringendsten Ziele. Dafür soll das HSP-Gelände weiterentwickelt werden. Geplant sind dort neue Wohnungen, Grünflächen und moderne Infrastruktur. Auch in Dorstfeld will die Koalition das Westbad-Areal zu einem sozialen Bildungs- und Wohnstandort ausbauen.“

    Gerade das HSP-Gelände wäre doch ideal für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie! Was wollen Sie Unternehmen in der Innenstadt-West denn ganz konkret anbieten?

    Auf dem Foto halten Sie ein Dokument in Händen – ich vermute es ist eine Art Koalitionsvertrag. Besteht die Möglichkeit, dieses Dokument für interessierte Leser online zu stellen?

  6. Udo Stailer

    Vielen Dank für das freundliche Angebot.

    Ich denke, dass neben mir auch weitere Personen interessiert daran sind, wie die Grünen bzw. die Bezirksvertretung Innenstadt-West Unternehmen ganz konkret unterstützen möchten.

    An welchen Orten in der Innenstadt-West möchten Sie Ihren Plan umsetzen, „keine neuen Gewerbegebiete auf wertvollen Freiflächen auszuweisen, sondern gezielt Industriebrachen und ungenutzte Flächen zu revitalisieren, um die ökologische Qualität zu erhalten und den Flächenverbrauch zu reduzieren“?
    Und warum soll dies offenbar nicht auf dem HSP-Gelände geschehen?

    Quelle:
    https://www.gruene-dortmund.de/assets/ov-aplerbeck/assets/downloads/250609_KW2025_KV_DO_Wahlprogramm_digital_1.pdf Seite 31

  7. Udo Stailer

    Zum HSP-Gelände steht im Artikel: „Bezahlbarer Wohnraum bleibt eines der dringendsten Ziele. Dafür soll das HSP-Gelände weiterentwickelt werden. Geplant sind dort neue Wohnungen, Grünflächen und moderne Infrastruktur. “

    Also: Wohnungen, Grünflächen und moderne Infrastruktur.
    Kein Wort von Unternehmen, Gewerbe oder Industrie.
    Arbeitsplätze spielen bei den Überlegungen der Bezirksvertretung Innestadt-West nach meiner Einschätzung keine Rolle.

    • Trina

      Danke, Herr Stailer! Auch ich frage mich immer wieder, warum das HSP- Gelände nicht als Fläche für Unternehmen, Gewerbe und Industrie genutzt werden soll. Statt dessen wurden landschaftlich wertvolle Flächen wie beispielsweise die Brechtener Niederung ins Gespräch gebracht. Warum nicht auf der vorhandenen Industriebrache HSP? Und warum gibt es – auch hier – keine Antwort auf diese Frage?
      Warum sollen vorhandene Grünflächen in Industrieflächen umgewandelt werden und im Gegenzug die HSP Fläche wiederum in eine Wohn- und Grünfläche?

      • Nordstadtblogger-Redaktion

        Die Fläche soll ja für Unternehmen, Gewerbe und Industrie genutzt werden – und für Wohnen. Aber es ist ein privater Investor….

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